Was bitte ist denn «Trend Embbeding»?

Business ink doodles on paper with pen. Vector illustration.

Bildquelle: fotolia.de

Dateneingabeeinheit statt Server?
Im Grunde genommen habe ich «neudeutsche» Ausdrücke gar nicht so gern. Doch als Spezialist in der Umsetzung von Internet-Applikationen in Unternehmensstrategien braucht man sehr viel Energie, um sich der englischen Sprache zu verschliessen. Diese ist nun mal in der globalen Web- und IT-Community gang und gäbe. Hand aufs Herz… Wann haben Sie das letzte Mal über das Web geplaudert (genau… ich meine natürlich gechattet)? Wer speichert seine Daten schon in einer Dateneingabeeinheit (Server…)? Oder besitzen Sie auch schon einen Notizblock-Computer (Tablet)?

Sehen Sie! Man kommt fast nicht mehr um die angelsächsischen Ausdrücke herum. Das ist auch der Grund, dass ich mich seit Kurzem als «Trend Embedder» bezeichne. Ich könnte mich sicherlich auch «Entwicklungsrichtungs-Einbetter» nennen. Aber dann versteht mich wohl- neudeutsch hin oder her – kaum jemand mehr. Das wäre der erste Grund, warum ich einen englischen Ausdruck für jene spezielle Arbeit gewählt habe.

Ein weiterer Grund ist folgender: Haben Sie eventuell schon einmal einen Clip aus dem Videoportal youtube in eine andere Internet-Seite eingebettet? Dann haben Sie nichts Anderes gemacht, als einen Code, der abstrakt beschreibt, worum es geht und wo die ursprüngliche Quelle liegt, in einen anderen (Website-)Code eingebettet. Dabei kann man in der Regel sogar bestimmen, wie das eingebettete Objekt aussehen soll. Voilà… schon hat man «sein» Video im «Look & Feel» der eigenen Website.

Hier entsteht ein Trend, dort wird er umgesetzt
Nehmen Sie die Metapher aus dem letzten Absatz und übertragen Sie in die Unternehmenswelt. Irgendwo entsteht ein Trend. Vielleicht auf der Strasse. Eventuell in einer komplett anderen Branche als der eigenen. Oder gar in der Natur. Ein «Trend Embedder» macht nichts Anderes, als dass er seine Nase stets im Wind hält. Und Entwicklungstendenzen über die ihm als Coach zur Verfügung stehende Toolbox, zusammen mit Verantwortlichen einer Unternehmung, in die Diensleistungspalette, Strategie, Unternehmenskultur und in die Firmenprozesse einbettet. Ähnlich wie die Bionik eine Entwicklung darstellt, Abläufe aus der Natur in technische Prozesse einzubinden. Eines der eindrücklichsten Beispiele hierfür kennen Sie vielleicht schon. Die deutsche Unternehmung FESTO hat den «Smart Bird» entwickelt. Ja, was Sie im folgenden Clip sehen, ist in der Tat kein lebendiges Wesen, sondern ein konstruiertes.

Das erarbeitete Wissen aus dieser Konstruktion ist mittlerweile bei FESTO in diverse Produkte und Prozesse eingeflossen.

Technologisch aktuell zu bleiben, Entwicklungsrichtungen zu erkennen und in andere Bereiche einzubinden (Trend Embedding eben…), das ist eine anspruchsvolle Disziplin im Innovationsmanagement und in der Unternehmensentwicklung. Nehmen Sie die Herausforderung auch als Unternehmen an! Sie ist nicht bloss spannend. Sie lernen viel dabei und sichern erst noch die Leistungsfähigkeit Ihrer Firma.

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Internet, Social Media und Mittelstand.«Must Have» oder Modeerscheinung?

Keine einfache Frage. Mittlerweile scheint sie auch die zahllosen kleinen und mittelständischen Unternehmen (oder in der Schweiz KMU genannt) zu bewegen. Benötigen wir einen Auftritt auf facebook? Müssen wir nun wirklich auch noch tweeten? Zugegeben… einfach ist es, einen facebook-Auftritt zu erstellen. Und mit einer App à la «Covergen» schauen auch die Titel- und Profilbilder für die Chronik richtig schön aus.

Aber was geschieht danach? Oft fristen die Auftritte ein ödes und einsames Dasein. Wie schon bei Websites gilt: Internetauftritt basteln ist das Eine. Diese zu unterhalten das Andere. Insofern gilt es, bei jeder Integration eines neuen Kommunikationskanals konzeptionell vorzugehen. Aber auch das reicht noch nicht aus. Was oft vergessen wird, ist an eine Anpassung der Firmenprozesse zu denken. Speziell, wenn man von sozialen Kanälen spricht, dann kommen sehr oft neue Zielgruppen hinzu, die mit geeigneten Inhalten und der richtigen Tonalität angesprochen werden müssen. Auch hier heisst es wiederum… Prozessanpassung ist das eine, kulturelle Veränderung das andere. Kann und will die beauftragte Person die Kanäle speisen? Liegt ihr das Medium? Hat sie die Zeit dazu? Passt das Medium zur Unternehmenskultur? Hat es überhaupt Inhalte für die entsprechende Zielgruppe? Kann es Follower, Fans  und Freunde generieren?

«Geschäftsprozessoptimierung» und «Kulturelle Veränderung»… das klingt nun alles nach Konzern und multinational. Das muss nicht zwingend sein, denn auch für mittelständische und kleine Unternehmen lohnt es sich durchaus, die eigenen Kommunikationsprozesse zu hinterfragen. In der Regel gelingt dies allerdings bloss mit einer kritischen Begleitung (Business Coaching), welche die richtigen Fragen stellt, damit das Vorgehen des Unternehmens spiegelt und so eine nachhaltige Veränderung einleitet.

Der langen Rede, kurzer Sinn… Internet und Social Media sind für mich grundsätzlich eher ein «Must Have», denn eine Modeerscheinung. Auch für den Mittelstand. Denn bekanntlich gibt es ja keine Nicht-Kommunikation. Warum dann nicht gleich die richtigen Medien wählen?

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