Gewohnheit schafft Sicherheit, aber…

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Positiver Stress als nützliche Kraft…
Routine ist ein «Luxusartikel». Ein Luxusartikel, um den unsere Vorfahren in grauer Vorzeit nicht unglücklich gewesen wären. Denn wie schön ist es, frühmorgens, wenn wir «aus dem Bau» müssen, nicht mehr links und rechts nach Säbelzahntigern und Bären, die uns an den Kragen wollen, Ausschau halten zu müssen. Früher hatte man ständig auf der Hut zu sein, ob, wann und wo, welche Gefahren lauerten. Unser heutiges Umfeld ist grösstenteils sicher geworden. Und wir damit auch träge. Doch eine gesunde Anspannung – auch Eustress oder positiver Stress genannt – ist keineswegs schlecht.

…und Routine als Stressbrecher
Gewohnheiten sind bequem. Der Körper funktioniert oft selbständig. Hand aufs Herz, wann haben Sie in Ihrem Auto das letzte Mal bewusst vom dritten in den vierten Gang geschaltet (zumindest, wenn Ihr Wagen kein Automatikgetriebe hat…)? Oder wann haben Sie zuletzt die Zähne mit Ihrer «schlechteren» Hand geputzt? Vielleicht ganz bewusst mit der linken, statt der rechten? Eben! Man muss keine Gedanken mehr für «Nichtigkeiten» verschwenden. Routine spart Zeit und Energie. Und damit Geld. Doch Routine hat nicht bloss positive Aspekte.

Von der Routine zur schlechten Angewohnheit bis hin zur Sucht
Folgendes spricht Bände: Ich suchte auf der Internet-Foto-Plattform von fotolia.de nach einem geeigneten Bild für diesen Artikel. Was liegt dabei näher, als in der Suchmaske die Begriffe «Routine» und «Gewohnheit» einzugeben. Eigentlich hatte ich an ganz andere Sujets gedacht. Aber die meisten Bilder zeigten Menschen mit Glimmstengeln. Oder Zigarren, Weingläser, Zigaretten-Päcklein. Ich traf schwangere Frauen mit Zigaretten in den Fingern an. Oder weisse Pülverchen mit Spritzen daneben. Es geht also im weitesten Sinn um Süchte. Das ist zwar im Zusammenhang mit dem Kernthema des heutigen Artikels sehr plakativ. Und trotzdem macht es die Augen auf. Um einer Sucht Herr zu werden, benötigt es eine unheimliche Kraft, einen Willen, etwas verändern zu wollen und ein Umfeld, das unterstützend dazu beiträgt.

Routinen können – neben dem, dass sie viele gute Aspekte haben – auch bremsend wirken. Vor allem im Unternehmenskontext. Auch wenn Routine Prozesse vereinfacht und mithilft, Geld zu sparen, einer offenen Veränderungspolitik ist sie oft hinderlich. Denn um echte Veränderungen zu erzielen, müssen Routinemuster zuerst gezielt und konsequent gebrochen werden. Sie sind in den allermeisten Fällen ein Hinderungsgrund für erfolgreiche Veränderungsprozesse. Schliesslich «haben wir es schon immer so gemacht». Und warum soll etwas geändert werden, das schon lange funktionierte…? Sie kennen diese Sprüche bestimmt bestens!

Stoff für einen internen Workshop
Wieso nicht einmal Gewohnheiten im eigenen Unternehmen bewusst eruieren und in «gute» und «schlechte» (An-)Gewohnheiten aufteilen? Das wäre doch etwas, was Sie mit Ihrem Führungsteam im Rahmen eines Reflektionsprozesses angehen könnten! Einmal etwas tun, dass ungewohnt ist. Etwas, das eben keine Routine darstellt und vielleicht sogar unbequem wird. Eventuell sogar in Veränderungen mündet, die schmerzhaft sein können. Um später wieder anders zu funktionieren. Besser. Und sich dabei gut zu fühlen. Genau so, wie wenn man eine Sucht oder schlechte Angewohnheit hinter sich lassen konnte und wieder gesund und motiviert agiert!

Videoanleitung zur Methode der Erfolgspfade (Paths To Success)

Interaktive Grafik

«Schubsen als Wandelansatz» (Zeitschrift Organisationsentwicklung)

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