Das Unternehmen spielerisch voranbringen

Das Wirtschaftsleben ist rational. Meist zählen die harten Fakten mehr als alles andere. Gerade heute hat jemand zu mir gesagt, wenn er arbeite, dürfe er keine Freude empfinden… das passe doch irgendwie gar nicht zum Arbeiten… So oder so: Manager sind «tough guys»! Und für die harten Kerle zählt bloss rationales Denken und Handeln.

Liebe Damen der Schöpfung… wenn ich hier bloss von «Managern» und nicht von «Managerinnen» schreibe, dann meine ich das auch so. Ich entschuldige mich in aller Form, dass in diesem Artikel das männliche Geschlecht die Hauptrolle spielt. Doch leider ist es noch immer so, dass (zumindest in der Schweiz) kaum Frauen in Top-Positionen tätig sind. Führungspositionen ganz generell haben einen sehr «männlichen Anstrich». Kaum mehr als jede fünfte Führungsposition ist durch eine Frau besetzt.

Doch es gibt noch einen Funken Hoffnung. Ein Manager mag ein «tough guy» sein. Doch Sie kennen sicherlich auch den Ausdruck: «Das Kind im Manne»! Deshalb spiele ich in diesem Artikel mit dem Gedanken, dass ein Unternehmen auf spielerische Art und Weise entwickelt werden kann. Metaphorisch gedacht natürlich. Ich halte das Gedankenspiel ganz einfach. Nehmen wir einmal an, ein neues Produkt wurde im Markt eingeführt. Sehr erfolgreich. Zahlreiche Mitarbeitende wurden eingestellt und die Belegschaft ist in den vergangenen zwölf Monaten stark gewachsen. Die Organisation sollte dringend angepasst werden. Der expertenzentrierte Ansatz sagt in einem solchen Fall «X», dass die geeignete Organisationsform vielleicht «Y» oder «Z» wäre.

Dabei könnte man das Ganze für einmal metaphorisch angehen. Stellen Sie sich vor, die verantwortlichen Manager treffen sich zu einem Workshop. Alle bekleiden an einem ersten Tag Funktionen in einem Fussball-Bundesligaverein. Hypothetisch. Was würden die Herren machen, wenn ihr Team in der letzten Saison als Aufsteiger einen «Lauf» hatte und sich überraschenderweise für die Europa- oder gar die Champions League qualifizierte? Männer sind sehr oft Fussball-Fans und können sich durchaus in eine solche Situation einfühlen. Da sollen neue Spieler eingekauft und das Trainingsgelände ausgebaut werden. Neue Sponsoren müssen ran und die Zuschauertribüne gehört vergrössert. Und so weiter.

Nun wird das gesamte Setting an einem zweiten Workshop-Tag auf die eigentliche Unternehmenssituation umgemünzt. Was heisst eine «vergrösserte Tribüne» im angepassten Sinn für unsere Firma? Können wir uns neue Spieler leisten? Wäre das eher ein Stürmer? Oder ein Verteidiger? Beziehungsweise ein Marketer, der die «Tore schiesst» oder eine Finanzfachperson, welche «hinten die Löcher dichtmacht»?

Voilà… Die Ausgangslage bekommt plötzlich eine ganz andere Perspektive! Resultate erhalten einen neuen Stellenwert. Und der gesamte Entwicklungsprozess hat erst noch gewaltig Spass gemacht. Weil er auf spielerische Art und Weise stattfand. Unternehmensentwicklung mit Spielen! Das hat noch viel Potential! Versuchen Sie es einmal… Gerade, weil das Kind im Manne manchmal doch stärker als die Ratio ist!

Mit einem spielerischen Gruss!

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Ein Bild sagt mehr als…

…tausend Worte! Exakt!

Erinnern Sie sich an das Bild mit den Sanddünen? Genau! Jenes aus ihren Ferien auf den Kanarischen Inseln! Was löst das bei Ihnen aus? Behaglichkeit? Wärme? Entspanntheit? Versuchen Sie sich zu erinnern.

In aller Regel lösen Bilder Assoziationen aus. Dabei werden im menschlichen Gehirn Ideen, Gedanken und/oder Erlebnisse, die grundsätzlich gar nichts miteinander zu tun hatten, verknüpft. Und lösen Gefühle oder Emotionen aus, die in verschiedenster Art und Weise genutzt werden können. Im Leistungssport wird beispielsweise sehr intensiv mit (mentalen) Bildern gearbeitet. Ein Athlet «sieht» sich im Geist zuoberst auf dem Siegerpodest. Oder «sieht» sich bei einem Siegerinterview im Blitzlicht der Fotografen. Das sind «Visionen». Das Wort stammt vom lateinischen «videre» ab, was wiederum «sehen» bedeutet. Und womit wir wieder bei den Bildern wären.

Visionen sind ein gängiges «Instrument» im Strategieprozess. Sie kennen das… Zuerst kommt die Vision, daraus wird ein «Mission Statement» abgeleitet. Und so weiter. Innerhalb des Strategieprozesses kommen durchaus Bilder zum Einsatz, überwiegend als Elemente in der klassischen Kommunikation. Vielleicht als eindrückliche Bilder auf der Unternehmens-Webseite. Oder im Newsletter wird ein fröhliches Team abgebildet. Als Sinnbild für die gute Stimmung in der Firma.

Im Prozess der Veränderung hingegen wird die Kraft des Bildes, die Kraft der Visualisierung noch stark unterschätzt. Dabei meine ich nicht (nur) Bilder in Form von Fotografien. Gerne gebe ich Ihnen ein kleines Beispiel dazu:

Stellen Sie sich ein altes Beamtenbüro vor. Mir kommt dabei ein Bild von einem Raum mit massiven Eichenholz-Möbeln auf. Unverwüstlich. Schwer. Für die Ewigkeit gebaut.

Welches Bild kommt Ihnen dabei in den Sinn? Und welche Attribute schreiben Sie diesem Bild zu?

Nun stellen Sie sich vor, welches Bild Mitarbeitende in diesem Büro im Geiste von der Unternehmung mittragen… Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Bild ähnlich jenen Vorstellungen in meinem (oder Ihrem?) Kopf ist, dürfte hoch sein.

Zugegeben, diese Form von Büros trifft man glücklicherweise nicht mehr allzu oft an. Doch im Kopf existieren sie. Oder zumindest die Assoziationen, welche das Bild auslösen, existieren im Kopf. Und nur das zählt letztlich.

Was denken Sie, welche Assoziation lösen Sie nun bei Ihren Mitarbeitenden aus, wenn Sie im Prozess der Erneuerung mit neuen, hellen Büroeinrichtungen daherkommen? Und damit meine ich nicht zwingend teure Möbel. Nein, es gibt durchaus anatomisch sinnvolle Lösungen, die nicht die Welt kosten. Schauen Sie sich doch die Bilder der 15 «schönsten» Büros der Welt an… das lässt die Herzen aller Wissensarbeitenden rasch höher schlagen!

Dieses banale Beispiel soll einen Eindruck vermitteln, was «mit Bildern arbeiten» gemeint ist. Bilder haben eine ungemeine Kraft und… genau… sie sagen mehr als tausend Worte! Nutzen Sie diese Kraft der tausend Worte in Ihrem nächsten Prozess der Veränderung! Ohne ein Wort zu sagen!

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